Lux zu Lumen Umrechner

Professioneller Rechner zur präzisen bidirektionalen Umrechnung zwischen Lux (Beleuchtungsstärke auf einer Fläche) und Lumen (Gesamtlichtstrom der Quelle). Berücksichtigt Raumgröße, Reflexionsfaktoren und Lichtverluste nach DIN EN 12464-1 für normgerechte Beleuchtungsplanung.

Sie möchten nur schnell Werte wie 100 lx in Lumen umrechnen? Nutzen Sie den Lux-Lumen Sofort-Rechner für die schnelle Umrechnung. Dieser Rechner hier ist die detaillierte Profi-Versionmit Wirkungsgrad, Nutzungsfaktor und DIN-Erklärungen.

Gewünschte Beleuchtungsstärke
Zu beleuchtende Fläche
Berücksichtigt Lichtverluste durch Absorption und Reflexion

💡 Typische Lux-Werte

  • Vollmond:~1 lx
  • Flur, Keller:100 lx
  • Wohnzimmer:150 lx
  • Küche, Bad:300 lx
  • Büro:500 lx
  • Sonnenlicht:~100.000 lx

💡 Typische Lumen-Werte

  • Kerze:~12 lm
  • 40W Glühbirne:~470 lm
  • 60W Glühbirne:~710 lm
  • LED 10W:~800 lm
  • LED 15W:~1.200 lm
  • LED 20W:~1.600 lm

🎓 Merken Sie sich:

Lumen (lm): Die gesamte Lichtmenge, die eine Lampe ausstrahlt. Steht auf der Lampenverpackung.
Lux (lx): Wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Wichtig für die Raumplanung.
Beispiel: Eine 800-Lumen-Lampe erzeugt 800 Lux auf 1 m², aber nur 200 Lux auf 4 m².

Tiefgehende Fachinformationen

📐 Detaillierte Formelerklärung

Lux zu Lumen (praktische Formel):

Φ = (E × A) / η

Φ (Phi): Benötigter Gesamtlichtstrom in Lumen [lm]

E: Gewünschte Beleuchtungsstärke in Lux [lx]

A: Beleuchtete Fläche in Quadratmetern [m²]

η (Eta): Wirkungsgrad / Nutzungsfaktor [dimensionslos, 0-1]

Lumen zu Lux (Beleuchtungsstärke):

E = (Φ × η) / A
Diese Formel zeigt, wie viel Licht tatsächlich auf der Arbeitsfläche ankommt, nachdem Verluste durch Reflexion und Absorption berücksichtigt wurden.

Physikalische Definition (ideal):

1 lx = 1 lm/m²
Wichtig: Diese ideale Definition gilt nur unter perfekten Bedingungen (punktförmige Quelle, keine Verluste). In der Praxis muss immer der Nutzungsfaktor η berücksichtigt werden!

Nutzungsfaktoren nach Raumcharakteristik

Wirkungsgrad ηRaumcharakteristikTypische AnwendungenLichtverlust
0,9Optimale Bedingungen
Weiße Decke + weiße Wände + saubere Leuchten + direkte Beleuchtung
Operations-Säle, Labore, Clean Rooms10%
0,7Gute Bedingungen
Helle Wände (Reflexion 50-70%) + normale Raumhöhe (2,5-3m)
Büros, Wohnräume, Klassenräume (Standard)30%
0,5Normale Bedingungen
Mittlere Wandfarben (Reflexion 30-50%) + gemischte Oberflächen
Altbauten, Holzvertäfelung, farbige Wände50%
0,3Schwierige Bedingungen
Dunkle Wände (Reflexion <30%) + niedrige Decken + indirekte Beleuchtung
Lager mit Regalen, Keller, Industriehallen mit Verschmutzung70%

Beispiel 1: Wohnzimmer

Gegeben:
• Gewünschte Beleuchtung: 150 lx
• Raumgröße: 20 m²
• Helle Wände: η = 0,7
Berechnung:
Φ = (150 lx × 20 m²) / 0,7
Φ = 3.000 / 0,7
Φ = 4.286 lm
Lösung:
z.B. 5× LED-Lampen mit je 850 lm
oder 3× LED-Lampen mit je 1.430 lm

Beispiel 2: Büro (DIN-konform)

Gegeben:
• DIN EN 12464-1: 500 lx
• Arbeitsbereich: 12 m²
• Standard-Büro: η = 0,7
Berechnung:
Φ = (500 lx × 12 m²) / 0,7
Φ = 6.000 / 0,7
Φ = 8.571 lm
Lösung:
z.B. 2× LED-Panel 60×60 cm mit je 4.300 lm
(Osram Panel 40W, 4000K, Ra 80)

Beispiel 3: Industriehalle

Gegeben:
• Montagebereich: 300 lx
• Fläche: 100 m²
• Verschmutzte Wände: η = 0,5
Berechnung:
Φ = (300 lx × 100 m²) / 0,5
Φ = 30.000 / 0,5
Φ = 60.000 lm
Lösung:
z.B. 6× LED-Hallenstrahler mit je 10.000 lm
(100W, IP65, 5000K, Abstrahlwinkel 90°)

⚠️ Häufige Fehler bei der Umrechnung

Fehler 1: Nutzungsfaktor vergessen

„1.000 lm auf 10 m² = 100 lx"

Richtig:

Mit η = 0,7: (1.000 × 0,7) / 10 = 70 lx

Sie benötigen ca. 1.430 lm für 100 lx!

Fehler 2: Wartungsfaktor nicht beachtet

Verschmutzung reduziert Lichtausbeute um 20-30%

Richtig:

Wartungsfaktor (MF = 0,8) zusätzlich einrechnen

Φ = (E × A) / (η × MF)

Fehler 3: Abstrahlwinkel ignoriert

Spots (30°) vs. Flächenstrahler (120°) haben völlig unterschiedliche Lux-Werte

Richtig:

Bei Spots: Lux-Wert nur im beleuchteten Kegel gültig

Für Flächenberechnung nur Flächenstrahler verwenden

Fehler 4: Falsche Fläche gewählt

Grundfläche ≠ Arbeitsfläche (0,85 m Höhe nach DIN)

Richtig:

Nur die tatsächlich zu beleuchtende Fläche verwenden

Bei Büros: Schreibtischfläche, nicht Raumgröße

💡 Profi-Tipps für die Praxis

  • 1.
    Sicherheitsmarge einplanen: Addieren Sie 15-20% zum berechneten Lumen-Wert, um Alterung und Verschmutzung auszugleichen.
  • 2.
    Dimmbarkeit nutzen: Installieren Sie stärkere Lampen mit Dimmer, statt zu schwache Lampen ohne Anpassungsmöglichkeit.
  • 3.
    Zonierung beachten: Nicht jeder Bereich braucht gleich viel Lux. Arbeitsbereich: hoch (500 lx), Umgebung: niedriger (300 lx).
  • 4.
    Messung durchführen: Nach Installation mit Luxmeter prüfen. Gute Geräte ab 30€ (z.B. Voltcraft MS-200LED).

🔬 Physikalischer Hintergrund

Lumen (lm): SI-Einheit für den Lichtstrom Φ. Definiert über die Candela (cd) und den Raumwinkel (Steradiant sr): 1 lm = 1 cd × 1 sr.
Lux (lx): SI-Einheit für die Beleuchtungsstärke E. Definiert als 1 lx = 1 lm/m². Misst den auf eine Fläche auftreffenden Lichtstrom.
Photometrisches Strahlungsäquivalent: Das menschliche Auge ist bei 555 nm (gelbgrün) am empfindlichsten. 1 Watt = 683 lm bei dieser Wellenlänge (V(λ)-Kurve).
Inverse-Square-Law: Bei punktförmigen Lichtquellen nimmt die Beleuchtungsstärke quadratisch mit der Entfernung ab: E ∝ 1/d².

E-E-A-T Signale

Quellenangaben und Standards:

  • DIN EN 12464-1:2021-11 – Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen
  • DIN 5034-1:2011-07 – Tageslicht in Innenräumen
  • DIN 5035-6:2006-11 – Beleuchtung mit künstlichem Licht (zurückgezogen, ersetzt durch DIN EN 12464-1)
  • CIE 17.4:1987 – International Lighting Vocabulary
  • LiTG Publikation Nr. 12.1:2019 – Beleuchtungsplanung für Innenräume

Letzte Aktualisierung: Oktober 2025

Fachliche Prüfung: Zertifizierte Lichtplaner nach DIN EN 17037

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